Schoeneweide Kreativ

Augustinski / Margaritis

Ausstellung

Michael Augustinski / Panagiotis Margaritis

Mo:        10 ― 18h
Di ― Fr:  10 ― 14h
Eröffnung: Mi, 20.05.2015, 19h
Finissage: So, 07.06.2015, 14 ― 17h

 

Zwei sehr unterschiedliche Künstler zeigen gemeinsam ihre Arbeiten in der Schillerpromenade 7a in Berlin-Oberschöneweide. Michael Augustinski lebt schon immer in Berlin, zu DDR-Zeiten im Ostteil, und Panagiotis Margaritis kam aus Griechenland und sucht in Berlin seinen Weg. Jeder der beiden hat seine ganz besondere Art gefunden, den Fragen zur menschlichen Existenz Ausdruck zu verleihen. Lebenseinstellung und Lebensführung des Individuums prägen das Subjekt. Der eine nutzt das Abbild des “nackten Seins” und der andere fand eine abstrakte Formensprache für die tausend Abwandlungen menschlicher Prägung.

In Anlehnung an Origami entwickelt Panagiotis Margaritis seine Formen durch mehrfaches Falten von Papier. Die für ihn gültige Form überträgt er vom Papiermodell auf eine viel größere Holzkonstruktion. Zum einen beschäftigt ihn hierbei der konstruktive Aspekt der handwerklichen Arbeit und zum anderen bedeutet ihm die Transformation vom Modus der Zweidimensionalität in die unterschiedlichen 3-dimensionalen Formen die Erfindung neuer und immer wieder anderer Identität derselben Urform. Michael Augustinkis Arbeiten entstehen als Mischtechnik aus Acrylfarbe und Kreide auf grundierten Hartfaserplatten. Seine gegenständlichen Bildinhalte zeigen Menschen, meist Frauen in szenischen Situationen. Er malt sie nackt, weil für ihn die Figur als existenzielles Wesen vorrangige Bedeutung hat. Titel wie “Das große Spiel”, “La face urbaine”, “Abschied” oder “Zwei Uhr zwanzig” deuten an, dass er das gesellschaftliche Leben beobachtet und kommentiert. Wie die deutschen Expressionisten reduziert Augustinski auf das Wesentliche der Form, benutzt Farben frei, lässt Perspektive weitgehend weg und bevorzugt spitze Winkel in seinem Gestus.

Michael Augustinski ist 1946 in Berlin geboren, absolvierte eine Malerlehre, hat an der Fachhochschule für Werbung und Gestaltung Berlin studiert und war Mitglied des Zeichenzirkels bei Dieter Goltzsche. Seit 1976 ist er freischaffender Künstler und lebt jetzt in Berlin-Müggelheim. 1984 erhielt er den Wilhelm-Höpfner-Preis der Winkelmann Gesellschaft Stendal und 1988 war er Preisträger der Ausstellung “100 ausgewählte Grafiken” des Staatlichen Kunsthandels der DDR. Er nahm an vielen Ausstellungen teil und hatte Einzelausstellungen in Berlin und Paris.

Panagiotis Margaritis ist 1982 in Thessaloniki/ Griechenland geboren. Er studierte an der L.E.K. Dimitrelis Foundation Innenarchitektur und am AAS College Kunst und Design. Anschließend besuchte er die Kunsthochschule der Aristoteles Universität in Thessaloniki. 2011 nahm er an der Biennale 3 für Zeitgenössische Kunst in Thessaloniki teil. Seit 2009 lebt er in Berlin und beteiligte sich an verschiedenen Gruppenausstellungen, unter anderem 2011 an P.I.G.S – 48 Stunden Neukölln und im Mai 2015 im Projektraum Kunstquartier Bethanien.

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LINKS: Michael Augustinski, Roter Traum, 2014, Acryl und Kreide auf Hartfaserplatte, 75 x 100 cm
RECHTS: Panagiotis Margaritis, o.T. (#23), 2015, Wandobjekt, Acryl auf Holz, ca. 116 x 140 x 30 cm

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