Schoeneweide Kreativ

GRENZÜBERSCHREITUNG

Ausstellung

Ausstellung der Künstlerischen Werkstätten der Oberschulen in Treptow-Köpenick

in Kooperation mit der JugendKunstSchule Treptow-Köpenick

 

Ausstellungseröffnung am Freitag, 17.4.2015 um 17 Uhr

Öffnungszeiten:
Mo, Di, Do, Fr 10 – 14 Uhr, Mi 10 – 20 Uhr, So 14 – 17 Uhr

Wir freuen uns auf Ihren / Euren Besuch!

Einladung3

Werkstatt 1:
Arbeit mit Ton: Über das Ziel hinaus | Conny Brauer
In der Schülerwerkstatt Ton gab es die Idee, Gefäße aus Ton zu bauen, die Grenzen sprengen, der Norm entgegengesetzt oder ungewöhnlich in ihrer Dimension sind.
Nun sind die Gefäße fertig und doch teilweise so, wie wir sie kennen. Aber es wurden viele Grenzen überschritten.
Ein Klumpen Ton muss lange bearbeitet werden. Er wird geschlagen, ausgerollt, geformt, aneinandergesetzt, verstrichen und geglättet bis zum Entstehen einer Form. Dabei gab es Momente, wo der Ton seinen eigenen Weg ging, eine andere Richtung einschlug und schwer zu beherrschen war. Geduld und Zeit wurden benötigt, um ans Ziel zu kommen. Und auch wenn der Ton manchmal seinen eigenen Weg ging und aus der Form fiel, am Ende war er gebändigt.

Marlen Paetz | Eric Bellin | Pia Rambow | Marie Ehlert | Franz Zetzsche | Max Stange | Lea Marie Preußer

Werkstatt 2:
Tiefdruck: Grenzlinie | Sibylle Meister
Die jungen Teilnehmer wurden zunächst mit der traditionellen Technik der Kaltnadelradierung/ Radierung, deren bildkünstlerisches Gestaltungsmittel die Linie ist, vertraut gemacht. Gleich am 1. Tag konnten die ersten geritzten Platten gedruckt werden. Davor waren viele Arbeitsgänge erforderlich: Zunächst wurden Ideen zum Thema „Grenzüberschreitung“ zusammengetragen und erste Skizzen auf Papier gezeichnet. Dann wurde bereits mit der Radiernadel die Zeichnung seitenverkehrt in die Platte geritzt, sodass eine Vertiefung entsteht, die anschließend mit Farbe eingerieben wurde. Wie wichtig dabei Arbeitskleidung einschließlich Schutzhandschuhe ist, haben die Teilnehmer sehr bald erfahren, denn vor dem Druck muss die überschüssige Farbe mit Gaze sorgfältig abgewischt werden, ohne die Druckfarbe auszuwischen. Vorab war das Kupferdruckpapier aufs Format gerissen, eingeweicht und abgelagert worden. Nun wurde die vorbereitete Druckplatte mit der Handpresse auf dem durchfeuchteten Papier gedruckt und: Die jetzt zu sehenden schwungvollen, zarten, kräftigen Linien konnten bestaunt werden! Sofort wurden die aus der Presse kommenden, noch feuchten Drucke zwischen Pappen zum Trocknen eingelegt und beschwert.
Am 2. Tag konnten die Schüler die erlernten Kenntnisse festigen und mit Farbe und anderen Plattenformaten experimentieren und weitere Ideen drucktechnisch umsetzen.
Nun blieb uns noch am 3. Tag der Auflagendruck, die ordnungsgemäße Reinigung und Pflege von Werkzeug und Druckplatten und die Signierung vorzunehmen.
So konnten die Schüler etwas Neues ausprobieren und ihre Fähigkeiten erproben mit der Gewissheit, etwas geschaffen zu haben.

Rouven Cochius | Justin Pohle | Hannes Uhde | Sophie Querengässer | Mary-Ann Malchin | Jasmin Schulze | Jamila Spalony

Werkstatt 3:
Malerei: Landschaft expressiv | Jan Weidemann
Die Teilnehmerinnen der künstlerischen Werkstatt „Landschaft“ experimentierten individuell unterschiedlich, um eine bildnerische „Grenzüberschreitung“ zu vollziehen. Damit erfanden sie das Sujet für sich neu oder verfremdeten es bewusst. Ausgangpunkt für alle waren ausgewählte expressive Landschaften von Künstlern der „Brücke“ und von Friedensreich Hundertwasser. Nach einigen vorbereitenden Skizzen wurden die Entwürfe großformatig auf den Malkarton übertragen und das Abenteuer Malerei mit Acrylfarben begann.
In jedem Menschen stecken aufgestaute emotionale Kräfte, die sich beim freien Malen ungehemmt entfalten können.

Sara Trappen | Nicole Zeller | Milena Kalaczynski | Michelle Kotzur | Sarah Düsterwald | Elisabeth Simroth | Pia Woicke | Lea Brenne

Werkstatt 4:
Zeichnung/Plastik: Aus dem Rahmen gefallen | Katrin Mechtel
Was heißt schon „Aus dem Rahmen gefallen“?
Jeder hat andere Vorstellungen und davon lebte diese Werkstatt: Da gibt es zum Beispiel den Sammler, der sich in seiner Sammel-Wut verrennt, bis die Kollektion aus dem Rahmen quillt. Oder es finden sich zwei Stadt-Begeisterte, denen die Geräusche bei Tag und bei Nacht über alle Maßen ins Ohr dringen. Vielleicht verwandelt sich auch ein verwunschenes altes Gemäuer und was in ihm verborgen und gefangen war, sucht den Weg ins Freie …
Die drei Tage boten Gelegenheit, das eigene Thema zu umkreisen, zu diskutieren, zu experimentieren, Ideen zu verwerfen oder auszubauen und schließlich nach eigenem Plan bildhaft und plastisch umzusetzen, die eigenen gestalterischen Grenzen überschreitend.
Mich begeistert die Vielfalt und Individualität der entstandenen Werke und mich erfreute die freundlich-entspannte und konzentrierte Arbeit. Was wir für Musik gehört haben? Worüber wir uns unterhielten? Woher die alten Pinsel kamen und wie die Spiegelscherben entstanden, was die weißen Objekte bedeuten? – bleibt alles geheim.
Ich hoffe, dass alle Künstler etwas mitnehmen konnten und freue mich auf die kommenden Werkstätten.

Maren Herrendörfer | Paula Boroevis | Irina Henschel | Klara Liebe | Diana Beifort | Charlien Friedrichs | Romy Sommerfeld

Werkstatt 5:
Malerei: M – Maybe – Comics inszenieren und malen | Isabel de Filippis
M – Maybe – I’m thinking about it
POP!? Bunt! Farbig! Ist Alltag Kunst?! Kunst ist Alltag!
In diesen drei Tagen fotografierten und inszenierten wir alltägliche Szenen und setzten diese nicht nur in großformatige farbige Comic Strips in Acryl um, sondern stellten auch plakative Serienbilder und dreidimensionale Geräuschwörter her. Inspirieren ließen wir uns u.a. durch die Stilrichtung der Pop Art Künstler wie z.B. Andy Warhol und Roy Lichtenstein. Nachgedacht haben wir über einiges, z.B. wie malt man flächig, plakativ, wie sehe ich als Comic Porträt aus, was sage oder denke ich gerade, wozu brauche ich Kopien und warum wird eine Figur zur Massenware?
Die Schüler haben sehr intensiv und mit Freude in dem Atelier gearbeitet und jedenfalls für diese drei Tage war Kunst unser Alltag!
Lately I’ve been thinking about …

Jana Stanev | Alina Heinrich | Sophie Brenneisen | Rebecca Wöhrle | Melissa German | Gianina Wolf | Sharleen Schnelle

Werkstatt 6:
Stencil-Art: Mischwesen und andere Grenzgänger | Peggy Buhse
Sie zieren Hauswände, Stromkästen, Straßenlaternen, sind Ausdruck kreativen Protests. Pochoirs oder auch stencils sind charakteristisch für urbane Viertel, sie prägen das Stadtbild, geben einzelnen Vierteln Flair. Schablonen-graffiti haben sich zum festen Bestandteil der streetart etabliert. Doch so ‚einfach‘ sie aufgrund der wenigen Mittel, die sie benötigen, wirken – hinter ihnen steckt eine Menge Arbeit und nicht selten ein intellektueller Anspruch.
In dieser Werkstatt sollte ein eigenes Schablonengraffiti (engl. ‚stencil‘, franz. ‚pochoir‘) entworfen und gestaltet werden. Der künstlerische Prozess, welcher bei Streetart-Künstlern meist im Verborgenen abläuft, sollte vom Motiv über die Schablone bis zum gesprühten Graffiti komplett durchlaufen werden.
Um originelle Motive zu erhalten, fungierte ein brainstorming zur Ideenfindung. Aus welchen Dingen, Tieren, Körperteilen, Lebensmitteln und Co. könnte sich ein Mischwesen zusammensetzen? Die anschließende Internetrecherche, zu Bildern der aufgeschriebenen Ideen, half bei der Entscheidungsfindung. Ausgedruckte Einzelmotive konnten nun in Fotomontagen miteinander kombiniert werden. Fortgeschrittene Grafikprogrammnutzer taten dies bereits am Rechner.
Das Durchdenken und Überprüfen der Motive eröffnete die mühsame Arbeitsphase zur Schablonenentwicklung. Wie sehr kann ein Motiv reduziert werden? Wie legt man Hell-Dunkel an? An welcher Stelle ist eine Verbindungslinie notwendig?
Nach dem Übertragen des Motivs auf die Schablone folgte der wohl langwierigste Aufgabenteil – das Schneiden der Schablone. Die Grenzen von Konzentrationsfähigkeit und Feinmotorik wurden neu ausgelotet. Doch als dieser Teil überstanden war und endlich Sprühfarbe ins Spiel kam, folgten Ergebnisse im Minutentakt. Anfängliches Herantasten an die Materie wandelte sich in Experimentierfreude und Effektsuche.

Julius Klatt | Laetitia Baschek | Jeremie Hildebrandt | Jonas Rosenau | Enrico Schalow | Lucian Grabowski | Ruven Wreden

Werkstatt 7:
Linoldruck: Grenzenlos farbig | Cornelia Friedrich
Die Kursteilnehmer aus der neunten und zehnten Klasse nutzten den ersten Arbeitstag, um sich mit Thematik und Technik vertraut zu machen. Der Linolschnitt war noch nicht allen bekannt und wir wollten mit verschiedenen Farben und Druckmöglichkeiten experimentieren.
Die Motivsuche war gar nicht so einfach! Sollten eigene Zeichnungen der landschaftlichen Umgebung als Druckvorlage dienen oder doch lieber Fotos? Jeder fand schließlich seine besondere Lösung.
Für alle Künstler war neu, die Linolschnitte mehrfarbig zu drucken – zunächst mit Farbplatten für den Hintergrund und darauf mit den Schnittplatten. Aber auch das Prinzip der „verlorenen Platte“ wurde erprobt.
Da wir in diesem Jahr nur eine kleine Mannschaft waren, hatten alle genug Raum, um sich beim Farbmischen und Drucken kreativ zu entfalten. Fast einen ganzen Arbeitstag haben wir für das Anfertigen von Papierrahmen für die gelungensten Arbeiten gebraucht, sodass die Werke nun auch in der Ausstellung bewundert werden können.

Lina Leonie Hoffmann | Marina Kast | Melina Monique Mein | Paula Leupold | Rebecca Passlack | Tyr Drzewjecka

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