Schoeneweide Kreativ

Albert Markert spricht in der ZENTRALSTATION

Vortrag / Diskussion

Im Rahmenprogramm der ZENTRALSTATION – zentrale Überblicksausstellung zu Kunst am Spreeknie – spricht Albert Markert, Künstler und Autor, zu “Kunst=Kapital oder lieber doch nicht? – Der erweiterte Kunstbegriff von Joseph Beuys im Test”.

Joseph Beuys, so lässt sich schnell ergoogeln, ging es mit seinem Erweiterten Kunstbegriff, um eine Neubewertung der Rolle des Menschen in der Gesellschaft. Die assoziative Kraft der Leerformeln Kunst=Kapital oder Jeder Mensch ist ein Künstler und die Vorstellung von der Gesellschaft als einer Sozialen Plastik geistern noch heute durch die Köpfe vieler Menschen als “revolutionäre” Konzepte zur Neu- und Umgestaltung der bestehenden Verhältnisse. Aber was propagiert der Erweiterte Kunstbegriff wirklich? Haben Holländer tatsächlich eine andere Volksseele als Franzosen, wie Beuys es 1972 auf der documenta behauptete? Was macht eigentlich die Honigpumpe am Arbeitsplatz? Und welches Problem hat die Free International University – FIU – mit Fremdarbeitern? Seine Antworten stellt der Künstler und Autor Albert Markert zur Diskussion.

____

Albert Markert ist künstlerischer Leiter des Schalterraum – Projektgalerie für Kunst, Arbeit und Geld. In der von ihm kuratierten Ausstellung Kapital+ thematisierte Markert (alias Alfred Andreas Göwer) in seinem Beitrag “Katar” die Diskrepanz zwischen den Millionenausgaben des Emirats Katar für moderne Kunst – die Schwester des Scheichs von Katar, Sheikha al Mayassa, wurde 2014 vom Magazin Art Review zur einflussreichsten Frau des Kunstbetriebes gekürt – und den Arbeitsbedingungen auf den Stadionbaustellen für die WM 2022.

Am Mittwoch, 8. Juli, um 18.00 Uhr ist Bazon Brock, Künstler, Kunsttheoretiker und Protagonist der Berliner Denkerei, mit einem Vortrag zum Thema “Arbeitssklaven in Katar werden beweint, Arbeitssklaven des Kunstmarkts sollen bleiben, wo der Pfeffer wächst” in der ZENTRALSTATION zu Gast.

 

zurück zwei